NABU Naturschutzbund Habichtswald
Vier Projekte Amphibienschutz
Seit Februar diesen Jahres sind wir in 4 (neuen) Projekten zum Amphibienschutz aktiv:
1. Es wurde bereits mit den Arbeiten zur Erneuerung des leider trockengefallenen Teiches an unserer Vereinshütte „Im Grund“ begonnen. Der dortige, ökologisch für Amphibien und Reptilien sehr wertvolle Kalksteinhang, wurde wieder freigestellt, die Baggerarbeiten für die Erneuerung des Teiches haben bereits stattgefunden.Weitere Aktionen zur Wiederherstellung des Biotops werden folgen.
2. Zudem haben wir vor Beginn der Krötenwanderung einen Amphibienschutzzaun am Herkules aufgebaut, der von uns und einer Gruppe Interessierter betreut wird. Tanja und Marina sind da sehr aktiv.
3. Auf Initiative einer Zierenberger Bürgerin, die an uns herantrat, gab es beim Gut Bodenhausen einen Ortstermin mit Hessenmobil, der Unteren- sowie der Oberen Naturschutzbehörde. Ergebnis: Es wird von Behördenseite jetzt die Erneuerung der dortigen stationären Amphibienschutzanlage, die bereits seit vielen Jahren kaputt ist, geprüft (was sinnvollerweise eigentlich bereits bei der Erneuerung der Landstraße zwischen Ehlen und Zierenberg schon hätte passieren sollen). Zudem stellte uns die Obere Naturschutzbehörde spontan einen mobilen Amphibienschutzzaun mit allem Zubehör leihweise zur Verfügung. Obwohl die erste Amphibienwanderung da bereits fortgeschritten war (es folgen aber noch die Rückwanderung und später die Wanderung der Jungtiere), wurden als Sofortmaßnahme noch 2 mobile Amphibienschutzzäune gesetzt. Es beteiligten sich 20 (!) Aktive, viele von den Zierenberger Grünen, einige Zierenberger Privatpersonen und vom NABU Habichtswald. So konnten ca. 180 Meter Amphibienschutzzaun gesetzt werden und es besteht eine Gruppe Aktiver, die den Zaun täglich betreuen!
4. Außerdem wurde Anfang April noch ein weiterer Amphibienschutzzaun am Ortsrand von Ehlen (Regenrückhaltebecken „Vor der Dorneiche“).gesetzt, der v.a. von einer Gruppe von Anwohner*innen betreut wird. Bei allen „Zaunaktionen“ sind von unserer Gruppe Tanja und Marina „federführend“. Da die Zuwanderung der Amphibien bereits fast abgeschlossen ist, geht es hier vor allem um die Rückwanderung, das Monitoring (also aufschreiben, welche Tiere in welcher Zahl überhaupt vorkommen) und für nächstes Jahr Erfahrungen an dieser eher schwierig zu schützenden Stelle zu sammeln. Gerade hier (aber auch bei den anderen Zäunen) werden noch weitere Helfer*innen gesucht, vielleicht Anwohner*innen, die hier direkt in ihrem Nahbereich etwas tun wollen. Wer noch mitmachen möchte, bitte unter ronald.schwerin@web.de melden, ich stelle dann den Kontakt her!
Ronald Schwerin, Ostern 2024